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Finterview: Haftpflichthelden

In nur 3 Minuten die richtige Haftpflicht auswählen, ist schon einmal ein kaum zu toppender USP. Denn Versicherungen gehören nun einmal zu den wenig erquicklichen Konsum Entscheidungen unseres Alltags. Logisch, dass es Gründer gibt, die erkannt haben, dass wir ein Angebot schätzen werden, welches uns Zeit und Geld spart. Grund genug für ein Finterview mit den Haftpflichthelden:  Florian Knörrich, Stefan Herbst und Jan Louis Schmidt.

 

Warum habt Ihr Haftpflicht Helden gegründet?

Vor zwei Jahren wurde das Fahrrad von Florian’s Tochter gestohlen, aber seine Versicherung zahlte nicht. Die hatte er vor mehr als zehn Jahren abgeschlossen und zu diesem Zeitpunkt hatten die Kinder keine Fahrräder. Die Zusatzoption “Fahrrad” hatte er sich deswegen bei der Hausratversicherung gespart. An dieser Stelle kam die Frage auf: Wer möchte eigentlich Versicherungen, bei denen jedes Jahr geprüft werden muss, ob sie noch aktuell sind? Und sollte es nicht Versicherungen geben, die besser zum Leben passen?

Und so entstanden die Haftpflicht Helden. Wir haben einfach beschlossen, eine bessere Versicherung ins Leben zu rufen. Transparent und ohne Haken im Kleingedruckten. Ohne Diskussionen, was sie beinhaltet oder nicht. Ohne jahrelange Laufzeiten. Eine Versicherung, die immer besten Schutz garantiert.

 

Welches Kundenproblem möchtet Ihr lösen?

Die meisten wissen gar nicht, wie wichtig eine Haftpflichtversicherung ist. Wenn man Verbraucherschützer und Experten fragt, wird sie allerdings immer als wichtigster Schutz genannt. Dennoch haben laut statistischem Bundesamt 15% der deutschen Bevölkerung keine Haftpflichtversicherung. Das sind sechs Millionen Haushalte. In der Generation der bis zu 25-Jährigen – unserer Kernzielgruppe – sind sogar 38% nicht versichert. Im Ernstfall muss der Verursacher eines Schadens mit seinem gesamten Vermögen geradestehen. Das ist gesetzlich geregelt. Der Helden Schutz deckt dieses Risiko umfassend und ist durch eine Leistungsgarantie jederzeit auf dem neuesten Stand. Der Helden Schutz richtet sich daher an jeden, der einen optimalen Versicherungsschutz haben möchte, ohne sich ständig damit befassen zu müssen. Und das ist jeder, der volljährig ist und auf eigenen Beinen steht.

 

Was ist Eure Value Proposition?

Die Haftpflicht Helden bringen die wichtigste Versicherung auf das Smartphone. Für einen perfekten Haftpflichtschutz mit 50 Millionen Euro Absicherung braucht es nicht mehr als 3 Minuten und 72 Euro. Der Schutz ist garantiert vollständig – aufwendige Vergleiche und das Ausfüllen von Fragen entfallen. Durch Empfehlungen kann der Beitrag auf Dauer reduziert werden. Ein Schutz für alle zur Flatrate, garantiert immer aktuell und täglich kündbar. Weltweit. Schäden können direkt in der App gemeldet werden. Der Service ist komplett digital und papierlos.

 

Wie finanziert sich Haftpflicht Helden heute?

Die Seed-Finanzierung mit Investoren haben wir abgeschlossen. Series A soll noch in diesem Jahr folgen – hier sprechen wir bereits mit interessierten Investoren. Die ersten begeisterten User hatten wir bereits, bevor wir überhaupt offiziell gestartet waren. So kann es weitergehen.

 

Bitte beschreibt kurz Euer Geschäftsmodell.

Jeder Vertrag beinhaltet eine Vergütung von 14,50 Euro – davon geben wir einen erheblichen Teil an unsere User weiter. Das machen wir, weil wir lieber die User für erfolgreiche Empfehlungen belohnen, als Geld in Werbung zu stecken. Damit wir profitabel arbeiten können, sind wir am Gewinn unseres Versicherungspartners beteiligt. Diesen weisen wir transparent auf unserer Website aus.

 

Wie setzt sich Euer Team zusammen?

Wir, das sind Florian Knörrich, Stefan Herbst und Jan Louis Schmidt gründeten die Haftpflicht Helden. Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen und bilden ein ausgewogenes Team: Florian aus der Managementberatung, Stefan als FinTech-Pionier und Jan als IT-Spezialist.

 

Kurze Frage: Banken/Versicherungen lieber disruptieren oder integrieren?

Kurze Antwort: Aus Kundensicht gestalten. Daher lässt sich das gar nicht so eindeutig beantworten. Grundsätzlich sind wir im Kooperationsmodus – sind gleichsam aber genauso bereit, schwierige Wege alleine zu beschreiten.

 

Wo seht Ihr die größten Herausforderungen in der Zukunft? Für Euch und die Finanzbranche?

Für die Finanzbranche generell vermögen wir das nicht zu sagen, dazu ist der gesamte Markt zu vielfältig und zu heterogen. Für uns ist es die Kommunikation. Die Produktentwicklung und Technik haben wir gut im Griff. In das Produkt haben wir so viele Vorteile gebaut, dass es eine echte Aufgabe ist, diese für die User zu transportieren und erlebbar zu machen.

 

Wie erfolgt eure Marktbearbeitung/-eroberung?

Über unsere User selbst. Hier investieren wir den größten Teil unserer Vergütung. Sie können den Helden Schutz mit Freunden teilen. Bucht ein Freund den Schutz, schreiben wir 12 Euro gut. Die beiden User teilen sich dann den Vorteil: 6 Euro sind für den User, der empfohlen hat und 6 Euro für den neuen User. Und das schreiben wir jedes Jahr für die User erneut gut – das ist einmalig in Deutschland. Das machen wir, weil wir lieber die User für erfolgreiche Empfehlungen belohnen, als Geld in Werbung zu stecken. Die ersten User haben das schon voll ausgeschöpft. Ihr Beitrag ist auf Dauer jetzt bei 0 Euro.

 

Welche Pläne habt Ihr konkret für 2016?

Ein wichtiger Meilenstein war der Launch selbst. Wir haben im letzten Jahr viel Zeit und Energie in das Produkt investiert. Und das werden wir kontinuierlich für alle verbessern und sodann auch öffentlich sichtbar machen. Unseren Vorsprung in Sachen Technik und Produktentwicklung wollen wir weiter ausbauen.

Wer sind Eure Wettbewerber?

Theoretisch alle Anbieter, die private Haftpflichtversicherungen in Deutschland anbieten. In der Praxis gibt es allerdings zur Zeit in dieser Kombination zum Helden Schutz kein vergleichbares Angebot im Markt.

 

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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