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Finterview: Finreach

1. Bitte stellt kurz euer Produkt vor.

FinReach erhöht die finanzielle Mobilität und gibt Banken die Möglichkeit, ihren Kunden ein weites Spektrum an Finanzprodukten anzubieten und sie als Hausbankkunden zu gewinnen. FinReach bietet zum Beispiel einen digitalen Kontowechsel-Service für das deutsche Girokontengeschäft. Auf dem Smartphone oder Tablet das Konto umziehen und alle Lastschriften und Daueraufträge gleich dazu, ist mit FinReach kein Problem. Der Service von FinReach erkennt automatisch alle Lastschriftenempfänger und Zahlungseingänge wie auch Daueraufträge. Der Bankkunde kann in einem schlanken Prozess alle relevanten Vorgänge auf das neue Konto überführen und die Zahlungsempfänger wie -absender über die neue Bankverbindung informieren. Finanzinstituten wird dadurch die Möglichkeit gegeben, Neukunden einfacher als Hausbankkunden zu gewinnen und Bestandskunden ein weites Spektrum an Finanzprodukten anzubieten.

 

2. Warum habt Ihr FinReach gegründet?

Deutsche Finanzinstitute können nur 20 Prozent aller potenziellen Vertragsabschlüsse, die über mobile Geräte angebahnt werden, zum Abschluss bringen. Nur jedes fünfte Kreditinstitut bietet mobil-optimierte Produkte an, stellten Fintech-Experten von FinReach fest. Mit seinen Lösungen trifft FinReach den Nerv der Zeit. Die Finanzbranche wandelt sich strukturell und den großen Playern am Markt gehen die Antworten aus. Mit FinReach positionieren wir uns als Partner der Banken und wollen gemeinsam die digitale Innovation vorantreiben. Alles zugunsten der Bankkunden.

 

3. Welches Kundenproblem möchtet Ihr lösen? Euer USP?

Neukunden für ein Bankprodukt zu gewinnen, fällt den meisten Banken schwer, weil Kunden nicht verstehen, warum eine Kontoeröffnung heute bis zu drei Wochen dauert. Dabei ist eine Antragsstrecke ohne Medienbrüche nicht für Fintechs reserviert, auch etablierte Banken können mit unserer Lösung diesen Vorteil ihren Kunden bieten. Banken geben sehr viel Geld aus für digitale Werbemaßnahmen, haben aber Schwierigkeiten diese Kundengruppe für sich zu gewinnen. Wie gerade schon gesagt: Deutsche Finanzinstitute verlieren 80% aller potenziellen Vertragsabschlüsse, die über mobile Geräte angebahnt werden. FinReach ist eine Win-Win-Situation. Banken gewinnen mehr Kunden und die Kunden sind zufriedener, weil sie zum Beispiel  ein neues Konto in der S-Bahn per Smartphone einrichten können.

 

4. Wie finanziert sich FinReach heute?

Die Seed-Finanzierung kam von FinLeap. Wir sind seit der Gründung mit vielen interessierten Investoren im Gespräch und befinden uns gerade in der Endphase für ein größeres Förderprogramm.

 

5. Bitte beschreibt kurz Euer Geschäftsmodell?

FinReach bietet agiert als Software-as-a-Service Dienstleister. Die Produkte werde von FinReach als White-Label Lösung angeboten und können dadurch nahtlos integriert werden. FinReach rechnet Performance-basiert ab. Nutzt ein Endkunden den Service erfolgreich, so erhält FinReach dafür eine Vergütung. Dadurch können die Kosten Kundengenau zugeordnet werden und das Risiko auf Seiten der Bank reduziert werden.

 

Wie setzt sich Euer Team zusammen?

Wir arbeiten mit einem erfahrenen Expertenteam aus der Finanz- sowie Tech-Branche. Unser Team besteht zum einen aus ehemaligen Bankvorständen mit exzellenter Branchenkenntnis im Bereich von Softwarelösungen für Finanzinstitute, als auch aus Entwicklern und Innovationsstrategen. Durch die Zusammenarbeit mit FinLeap haben wir außerdem einen Fast Track zu den Entscheidern der Bank – eine wichtige Voraussetzung für die gelungene Kooperation zwischen Fintechs und
traditionellen Kreditinstituten.

 

Kurze Antwort: Banken lieber disruptieren oder integrieren?

FinLeap steht für eine kooperative Revolution. Unser Fokus liegt klar darauf, Finanztechnologie zu den etablierten Bankhäusern zu bringen, die häufig der Entwicklung hinterherhinken.

 

Was könnt Ihr besser als Banken?

Wir können schneller auf sich änderndes Kundenverhalten reagieren. So lösen wir komplizierte Prozesse und ermöglichen es Bankkunden, diese selbst direkt und bequem online auf dem Smartphone durchzuführen.

 

Wo seht Ihr die größten Herausforderungen in der Zukunft? Für Euch und die Finanzbranche?

Die Banken sind zunehmend mit veränderter Regulatorik und vor allem verändertem Kundenverhalten konfrontiert. Gleichzeitig wird eine schnelle Reaktion auf Trends und Innovationen durch interne Gegebenheiten wie Organisationsgröße oder Hierarchien ausgebremst. Wir bieten Lösungen an, die flexibel auf Veränderungen reagieren. Sie sind nicht tief in das Backoffice der Bank integriert und erlauben so die agile Weiterentwicklung.

 

Seid Ihr mit der Entwicklung Eures Unternehmens im Plan?

Mehr als das. Im kommenden Jahr werden weitere Banken unsere Lösungen integrieren und wir werden das Service-Portfolio erweitern. Gleichzeitig führen wir jetzt bereits erste Gespräch mit Kreditinstituten im Ausland.

 

Mehr Informationen zu Finreach

Kooperation mit der DKB

Artikel im IT Finanzmagazin

Internetseite von Finreach

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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