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Finterview: Exporo

Crowdinvesting gehört zu den wirklich wichtigen Fintech Innovationen. Mit dieser alternativen Finanzieurngsform besteht ein demokratisches Finanzierungsinstrument, dass Ideen fördert, welche über Banken aus verschiedensten Gründen – und dies können auch politische sein- nicht finanziert würden. Möglicherweise ist Crowdinvesting auch eine Finanzierungsfom, die vor allem für soziale, genossenschaftliche oder weltverbessernde Innovationen geeignet ist, da sie von der Basis kommt und mit vielen kleinen Investitionen großes in Bewegung bringen kann. Das Spektrum des Crowdinvestings ist allerdings sehr groß und wird darübe hinaus immer größer.

 

Manche Plattformen sind deshalb sehr nah am klassischen Finanzgeschäft, manche sehr weit weg. Im heutigen Finterview mit Simon Brunke von Exporo geht es darum Menschen alternative Anlageformen in Zeiten andauernder Niedrigzinsen anzubieten und es geht um Immobilienfinanzierung

 

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Warum habt ihr Exporo gegründet?

Zwei unserer vier Gründer sind lange in der Finanz- und Immobilienbranche tätig gewesen und haben hautnah miterlebt, dass das Vertrauen in klassische Anlageformen nachlässt. In Niedrigzinszeiten sind immer mehr Menschen auf der Suche nach alternativen Möglichkeiten, ihr Geld anzulegen. Die Zeit war reif für eine neue Art des Investierens. Außerdem waren wir überzeugt davon, dass wir uns als Gründerteam mit unserem gebündelten Know-how super ergänzen werden, was uns sehr motiviert hat, mit Exporo durchzustarten.

 

Welches Kundenproblem möchtet Ihr lösen?

Lange Zeit war es so, dass man entweder ein institutioneller Investor oder schwer vermögend sein musste, um Immobilien-Projektfinanzierung als Geldanlage nutzen zu können. Mit unserer Crowdfunding-Plattform Exporo lösen wir dieses Problem, indem wir Mindestinvestments ab 500 Euro ermöglichen, die dann im Schwarm einem Großinvestment gleichen. Dadurch kann es sich jeder leisten, in Immobilien zu investieren, um Renditen zu erzielen.

 

 Was ist Eure Value Proposition?

Wir demokratisieren Immobilien-Investments und gewähren jedem Zugang zu attraktiven und professionellen Projekten.

 

 Wie finanziert sich Exporo heute?

Wir haben im Juli unsere erste Finanzierungsrunde abgeschlossen: e.Ventures, Holtzbrinck, Sunstone und BPO Capital haben 8,2 Mio. Euro in Exporo investiert. Bis dahin haben wir Exporo seit der Gründungsphase 2013 aus eigenen Mitteln finanziert.

 

Bitte beschreibt kurz Euer Geschäftsmodell.

Wir vermitteln Projektträgern Kapital für Immobilienprojekte und nutzen dafür Crowdinvesting. Über unsere Plattform können Privatanleger ab 500 Euro in attraktive Immobilienprojekte investieren – und von kurzen Laufzeiten (24 Monate durchschnittlich) und Renditen zwischen 5 und 6 Prozent profitieren. Viele kleine Investments werden im Schwarm zu einem großen Betrag. Weil wir damit die Projektträger bei der Finanzierung unterstützen, vergüten sie uns.

 

Wie setzt sich Euer Team zusammen?

Wir sind vier Gründer aus unterschiedlichen Bereichen – von Unternehmensberater über Unternehmer bis Bauingenieur. Zwei von uns haben etliche Jahre in der Immobilien- bzw. Finanzbranche gearbeitet, unsere Kompetenzen ergänzen sich sehr gut. Außerdem haben wir mittlerweile 37 Mitarbeiter.

 

Kurze Antwort: Banken lieber disruptieren oder integrieren (Enabler)?

Disruptieren! Wir sind aber durchaus offen für Kooperationen mit der “alten Welt”.

 

Was könnt Ihr besser als Banken?

Wir sind zeitgemäß, bieten unseren Investoren viel mehr Transparenz als Banken und ermöglichen Investments, die vom Zeichnen bis zur Verwaltung komplett online abgewickelt werden. Unsere Laufzeiten sind sehr kurz, zwischen 18 und 36 Monaten. Außerdem wird bei Exporo direkt investiert – weswegen wir auch viel höhere Renditen bieten. Durch unser geringes Mindestinvestment sind wir wesentlich demokratischer als Banken.

 

 Wo seht Ihr die größten Herausforderungen in der Zukunft? Für Fintech und die Finanzbranche?

Die Finanzbranche muss sich auf Fintechs und deren disruptive Geschäftsmodelle einstellen und sich noch viel mehr für Kooperationen öffnen. Fintechs müssen mit stärkerem Wettbewerb rechnen, da ständig neue Start-ups in diesem vielversprechenden Bereich entstehen. Außerdem müssen sie natürlich profitabel werden!

 

Wie erfolgt Eure Marktbearbeitung/-eroberung?

Wir setzen auf einen Marketing-Mix, PR und Kooperationen mit wichtigen Playern im Markt, um Exporo noch bekannter zu machen.

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Welche Pläne verfolgt Ihr konkret in den nächsten 12 Monaten?

Wir möchten unseren Umsatz verdreifachen, den 50. Mitarbeiter einstellen und internationalisieren.

 

Wer sind Eure Wettbewerber?

Es gibt mittlerweile mehrere Plattformen, die Immobilien-Crowdinvesting anbieten, doch wir haben uns seit unserer Gründung den mit Abstand größten Marktanteil gesichert und sind am aktivsten: Insgesamt haben wir schon 24 Immobilienprojekte erfolgreich mitfinanziert, dafür über 25 Mio. Euro Kapital vermittelt und fast 6 Mio. Euro an unsere Crowdinvestoren zurückgezahlt.

 

Mein Interviewpartner Simon Brunke

Mein Interviewpartner Simon Brunke

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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