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Finterview: Easyfolio

Heute im Finterview: Markus Jordan, der Gründer von easyfolio und Geschäftsführer der Extravest GmbH.  Mit der neuen Geldanlage-Plattform easyfolio.de bietet er Privatanlegern und Finanzberatern passive Anlagestrategien mit ETFs für den langfristigen Vermögensaufbau. Markus Jordan ist außerdem Herausgeber der ETF-Fachzeitschrift EXtra-Magazin.

 

Easyfolio nimmt am 24. Oktober an der startup Session auf dem 9. genobarcamp in München teil.

 

1. Bitte stellt kurz euer Produkt vor

Mit easyfolio bieten wir Privatanlegern eine einfache, sichere und günstige Anlagestrategie für den langfristigen Vermögensaufbau. Auf easyfolio.de wird man über die Beantwortung von ein paar Fragen zu seinem Anlagehorizont und seine Risikoneigung zu seiner passenden easyfolio-Strategie geführt. Diese kann der Anleger dann ganz einfach und bequem in sein bestehendes Wertpapierdepot kaufen – es ist keine weitere Depoteröffnung notwendig. Und auch die Wertentwicklung kann jederzeit nachvollzogen werden – auf easyfolio.de sowie auf jedem anderen Finanzportal.

 

Warum habt Ihr easyfolio gegründet?

Wir gehen davon aus, dass schon bald eine signifikante Anzahl von Anlegern ihre Vermögensanlagen komplett über das Internet abwickeln wird. Dies liegt zum einen an immer strengeren regulatorischen Vorgaben bei den Banken, zum anderen wenden sich immer mehr (vor allem jüngere, gut informierte) Anleger von klassischen Bank- und Finanzberatern ab, weil sie sich dort nicht gut aufgehoben fühlen. Einfache Anlageplattformen wie easyfolio.de bieten sich dann als effiziente Dienstleister für den Anleger an.

 

Welches Kundenproblem möchtet Ihr lösen? Euer USP?

Wir machen es besonders leicht, sich über die Anlagestrategien zu informieren und dann im Rahmen einer Einmalanlage, eines Sparplans oder Auszahlplans entsprechend zu investieren. Es ist ein bemerkenswert einfacher Weg, sein Vermögen aufzubauen und fürs Alter vorzusorgen. Unsere easyfolio-Strategien haben zudem eine transparente und faire Kostenstruktur – am Ende bleibt einfach mehr übrig für den Anleger.

 

Wie finanziert sich easyfolio heute?

Die Gesellschaft wurde 2009 von Markus Jordan gegründet. In 2013 stieg dann die Frankfurt Business Media (F.A.Z.-Verlagsgruppe) im Rahmen einer Kapitalerhöhung in die Gesellschaft mit ein. Ziel war es, das Angebot easyfolio zu entwickeln und am Markt einzuführen. Aktuell bereiten wir eine weitere Finanzierungsrunde vor. Mit der F.A.Z.-Verlagsgruppe als Mitgesellschafter haben wir einen sehr vertrauenswürdigen und reichweitenstarken Partner mit an Bord.

 

Bitte beschreibt kurz Euer Geschäftsmodell?

Wir verdienen an dem uns anvertrauten Kundenvermögen. Der Kunde zahlt für die Verwaltung seines in die easyfolio-Strategien investieren Vermögens – neben der Zusammenstellung und Überwachung der Strategien, wozu zum Beispiel auch ein regelmäßiges Rebalancing gehört. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1 Prozent pro Jahr.

 

Wie setzt sich Euer Team zusammen?

Gegründet wurde die Gesellschaft von Markus Jordan. Seit Anfang 2014 verstärkt Jonas Marggraf als weiterer Geschäftsführer das Team. Er vertritt zudem die Interessen unseres Mitgesellschafters Frankfurt Business Media (F.A.Z.-Verlagsgruppe). Zum Management-Team gehört auch noch Jill Jordan, die das Marketing verantwortet.

 

Banken lieber disruptieren oder integrieren (Enabler)?

Wir kooperieren lieber mit den Banken, denn im Bereich Geldanlage geht es anders als zum Beispiel bei einer Payment-App sehr stark um Vertrauen. Es ist einfach ein Unterschied, ob ich 5 Euro für einen Kaffee bezahle, oder 100.000 Euro über 30 Jahre anspare. Insofern greifen wir gerne auf die Expertise unserer Bankpartner zurück, und versuchen die bestehenden Prozesse konsequent zu vereinfachen und auf den Kunden auszurichten.

 

Was könnt Ihr besser als Banken?

Der größte Vorteil ist wohl die Unbefangenheit beim Umgang mit neuen Themen. Ich habe selbst sehr lange in einer Bank gearbeitet. Es ist nicht leicht die geschäftlichen Interessen mit den Bedürfnissen und Wünsche der Kunden zu matchen. Manche Punkte kann eine Bank einfach nicht mehr umsetzen, weil für die Organisation zu viel auf dem Spiel steht. Insofern freuen wir uns über unsere Flexibilität und versuchen diese zum Wohle unsere Kunden einzusetzen.

 

Wo seht Ihr die größten Herausforderungen in der Zukunft? Für Euch und die Finanzbranche?

Alle Robo-Advisor Modelle sind Skalierungsmodelle. Die größte Herausforderung wird sein, eine signifikante Anzahl an Kunden für unser Modell zu gewinnen. Das Angebot an Finanzprodukten ist einfach viel zu unübersichtlich, und die wenigsten Kunden beschäftigen sich aktiv mit dem Thema Geldanlage. Und am Ende liegt das Geld zu Minizinsen auf Tagesgeldkonten. Wir arbeiten also eigentlich nicht wirklich gegen die Banken, sondern vielmehr gegen den inneren Schweinehund der Anleger. Aber wir sind optimistisch, unsere Anleger mit einem guten Produkt und einer tollen Dienstleistung für easyfolio.de zu begeistern.

 

Seid Ihr mit der Entwicklung Eures Unternehmens im Plan?

Wir sind im April dieses Jahres planmäßig gestartet. In den ersten 6 Monaten waren wir mit Aufbauarbeit und Produktverbesserungen beschäftigt. Aktuell verwalten wir für etwa 3 Mio. Euro Kundengelder. Das ist ein toller erster Erfolg. Wir bereiten derzeit eine weitere Kapitalerhöhung vor, um Ausbau und Wachstum von easyfolio zu finanzieren.

 

Habt Ihr vielleicht einen Tipp für andere Gründer?

Gründer sollten viel Zeit und Geld für ihr Venture einplanen. Auf dem Weg zum fertigen Produkt begegnen einem unzählige Entwicklungen und auch Hürden, die man in seinem Businessplan nicht einkalkuliert hat. Also in jeder Hinsicht ausreichend Puffer einbauen.

 

Wofür würdet ihr persönlich (die Gründer) alles stehen und liegen lassen

Derzeit trifft man uns regelmäßig auf dem Oktoberfest. ☺ Ein launiger Abend mit guten Freunden ist etwas, das man sich in jeder Phase regelmäßig gönnen sollte. So tankt man Energie für die nächsten Schritte.

 

Kontakt:

www.easyfolio.de
Telefon: 089. 2020 86 99-27
info@easyfolio.de

 

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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