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Fintech Adventskalender: Finterview mit Idvos

Tür 17

 

Wer sich die Fintech startup Liste im paymentbankingblog von Andre M. Bajorat anschaut, stellt fest, dass  bereits 6 startups im Bereich Online Identifizierung existieren, obwohl dieser Bereich vor einem Jahr noch gar nicht in der Übersicht existierte . Nun hat die Bafin aber die entsprechenden Rahmenbedingungen definiert, auf deren Basis ihre unterschiedlichen Lösungsvarianten anbieten können.  Das dieses Angebot sinnvoll und sowohl für Banken, Versicherungen etc. und für Kunden nützlich ist, halte ich für unbestritten.

 

Im heutigen finterview stellt das Team von idvos Lösung und startup vor. Vielen Dank an das Team für die Mitarbeit.

Bitte stellt kurz euer Produkt vor?

idvos bietet GwG-konforme online Personen-Identifizierung über einen online Video-Chat an. Dies ermöglicht Banken und anderen Unternehmen, ihre Kunden innerhalb kurzer Zeit zu identifizieren. Die Kunden müssen nicht mehr zur nächsten Post Filiale laufen, wie das beim PostIdent der Fall war, sondern können sich einfach und bequem von zu Hause oder unterwegs aus per Web oder App identifizieren. Das Verfahren ist sicher, schnell und bequem.

 

Warum habt Ihr idvos gegründet?

Die idvos-Idee entstammt der Vision, eine medienbruchfreie und kundenfreundliche Beantragung von Finanzprodukten im Internet zu ermöglichen. Wir, Pia von Nell und Philipp Krause, erlebten dabei in unserer Funktion als Country Manager für Deutschland und Österreich bei der Lendico Deutschland GmbH die Schwachstellen im Prozess der Beantragung von Krediten online. Aus dieser Erfahrung heraus und dem Wissen aus dem Financial Technology Markt, verfestigte sich unsere Vision, diese Prozessschwachstellen zu optimieren.

 

Welches Kundenproblem möchtet Ihr lösen? Euer USP?

Wir möchten unseren Partnern die Möglichkeit bieten, mit innovativen Technologien Ihre KYC- und GwG-Anforderungen zu erfüllen. Wir entwickeln dabei eine modulartige Lösung – nicht nur für den Finanzbereich sondern auch für weitere relevante Bereiche, wo die Notwendigkeit besteht, Kunden zur Betrugsprävention und Steigerung von Abschlussquoten eindeutig zu identifizieren.

Die Kernkompetenz von idvos liegt in der Kombination des umfassenden Wissens aus dem Financial Technology Bereich mit der technischen und unternehmerischen Innovationskraft, Schnelligkeit und Flexibilität. idvos platziert sich dabei im Marktumfeld mit der umfassendsten und technisch anspruchsvollsten Lösung. Im Bereich der online Identifizierung legt idvos dabei gesteigerten Wert auf die Bereiche Datenschutz/Datensicherheit und Betrugsprävention. Bei uns haben Finanzunternehmen außerdem die Möglichkeit, die Identifizierung mit eigenen Mitarbeitern durchzuführen und auf unsere Software-as-a-Service Lösung zurückzugreifen.

 

Bitte beschreibt kurz Euer Geschäftsmodell?

Unsere Partner bezahlen uns je nach Betriebsmodell variabel pro Identifizierung ohne initialen Fixkostenanteil.

 

Wie setzt sich Euer Team zusammen?

Unser Gründerteam besteht aus Pia von Nell und Philipp Krause, die lange bei Rocket Internet gearbeitet haben und dann Country Manager für Deutschland und Österreich bei Lendico waren. Ference Brose hat über 10 Jahre Erfahrung als CTO.

 

Kurze Antwort: Banken lieber disruptieren oder integrieren (Enabler)?

Integrieren. Banken sind unsere Partner mit denen wir gemeinsam ihre aktuell bestehenden Prozesse disruptieren.

 

Was könnt Ihr besser als Banken?

Wir kennen und verstehen die online Welt besser – und wir sind schneller, flexibler und innovativer. Damit wollen wir unseren Partnern die Infrastruktur bieten, sich für die digitale Welt aufzurüsten, ihren Kunden kundenfreundlichere, abschlussstärkere und gleichzeitig noch sichere Prozesse und Abläufe zu ermöglichen.

 

Wo seht Ihr die größten Herausforderungen in der Zukunft? Für Euch und die Finanzbranche?

Eine große Herausforderung für die deutsche Finanzbrache ist natürlich die Digitalisierung, mit der die Banken mithalten müssen und die häufig fehlende Erfahrung bei der Entwicklung von online Produkten. Hier wollen wir ansetzen und Infrastrukturen schaffen.

Ein weiteres großes Problem sind die ungleichen regulatorischen Anforderungen in Europa und dem Rest der Welt.

Wenn wir den KYC Bereich ansehen, haben Deutsche Banken mit Abstand die härtesten Auflagen. Prinzipiell ist das gut, aber da sie im internationalen Wettbewerb stehen, sind das einfach ungleiche Bedingungen. Wir sehen, dass die EU aktuell große Schritte in Richtung Vereinheitlichung macht. Das ist sehr wichtig und hier muss für alle Länder ein hohes Maß an Sicherheit und aber auch Umsetzbarkeit gefunden werden.

 

Seid Ihr mit der Entwicklung Eures Unternehmens im Plan?

idvos befindet sich absolut auf Kurs. Wir sind mit der Entwicklung in 2014 sehr zufrieden und sind zuversichtlich, im Jahr 2015 unseren rasanten Wachstumskurs weiter fortzusetzen. Der Markt nimmt unsere Idee an und wir sehen auch außerhalb unseres „Plans“ noch viele spannende Entwicklungsmöglichkeiten sowie Raum für innovative Produkte für unsere Partnerunternehmen.

 

Habt Ihr vielleicht einen Tipp für andere Gründer

Auf die positiven Entwicklungen konzentrieren; negative Momente verstehen, analysieren, aber nicht mehr Energie als notwendig dafür verwenden.

 

Eine Zusatzfrage. Wofür würdet Ihr persönlich (die Gründer)  alles stehen und liegen lassen?

Aktuell für nichts auf der Welt. Die Entwicklung im KYC-Markt ist viel zu spannend, wir wollen die Gelegenheit nutzen.

 

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Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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