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Finanzwelt ohne Menschen

(Finanz)Welt mit oder ohne Menschen

Menschen in der Finanzwelt von morgen

 

In der Finanzbranche wird viel darüber gesprochen, ob Banken in Zukunft noch Filialen benötigen oder nicht. Eigentlich eine überflüssige Frage, die sogar fast technologisch daherkommt, waren doch die Filialen das technische Hilfsmittel einer vor digitalen Finanzwelt.

 

Die relevantere Frage ist jedoch: Welche Rolle spielen Menschen in der Zukunft der Finanzwelt, aber nicht nur dort? Aus humanistischer Sicht muß man antworten: (Hoffentlich) eine große Rolle. Das Hoffentlich ist dabei der Möglichkeit geschuldet, dass sie keine große Rolle mehr spielen werden.

 

Den meisten Fintech Gründern kann man unterstellen, dass der Mensch eine große Rolle spielen soll, weil sie Finanzthemen, Finanzangelegenheiten und -prozesse für diese Menschen vereinfachen möchten. Wie sieht es  allerdings auf der anderen Seite aus. Benötigt man noch Menschen, um die Dienstleistung zu erbringen?

Steven von Bellingham ein europäischer Vordenker der Digitalisierung und Autor des sehr empfehlenswerten Buchs: When Digital Becomes Human, glaubt ja. Er schreibt den Menschen jedoch eine andere Rolle zu, als die meisten Entscheider in Banken.

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Menschen in der Welt von morgen

 

Die Rolle des Menschen in der digitalen Zukunft stellt sich nicht nur in der Finanzwelt. Digitale Technologien machen eine nahe Zukunft denkbar, in welcher der Mensch für viele Dinge gar nicht mehr benötigt wird und dabei sowohl seine Arbeit als möglicherweise auch seine Identität oder gar sein „Mensch sein“ verliert. Glaubt  man den Apologeten des „Digitalen Industrialismus“(Peter Diamandis, Elon Musk, Ray Kurzweil, usw.), der den Genen der „Silicon Valley“ Philosophie entstammt  und der sich überall auf der Welt rasant ausbreitet, dann werden Mensch und Maschine eins werden und Menschen werden irgendwann gar nicht mehr wissen, was Mensch und was Maschine sein, bedeutet. Aber auch hier ist nur der Mensch in der Lage gegen zu steuern, mit anderen zum Beispiel genossenschaftlichen bzw. kooperativen Modellen.

 

Katlin Grennburg von der linken Fraktion im Bundestag hat sich hierzu einige Gedanken gemacht und diese im Bundestag im Rahmen einer Digitalisierungsdebatte vorgestellt. Und auch von anderen Fraktionen wurden Anträge eingereicht, die sich mit der Sharing Economy  beschäftigen. Erste Schritte auf einem alternativen Weg. Denn nur Menschen können aus den „Digital Industrialism“ in einen „Digital Distribuism“ überführen.

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Der Mensch wird aktuell mehr gebraucht denn je und nur er kann die Weichen so stellen, dass er immer gebraucht und nicht von den Allmachtsphantasien einiger Technokraten und Neoliberalisten abgeschafft wird.

 

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Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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