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Endlich angekommen: Das Internet bricht in die Filialbanken ein

Gratulation

In dieser Woche war ich viel unterwegs. Workshops, Vorträge und viele interessante Offline Gespräche. Diskussionen mit den Mitarbeitern von Unternehmen der genossenschaftlichen Bankengruppe. Nach nunmehr fast 10 Jahren, die meine Kollegen und ich überwiegend damit verbracht haben das Thema Internet bei den Banken zu positionieren und immer weiter von der Peripherie des Unternehmens ins Zentrum zu schieben, ist der Durchbruch geschafft.

Die vergangenen Tage und auch der Erfolg des gesamten Jahres erlauben das erste Jahresfazit für 2010: Das Internet ist endlich angekommen. Es gibt kaum noch Banken, die nicht erkannt haben, dass ohne die professionelle und integrierte Nutzung des Internets die Zukunft der Banken und auch der starken Filial geprägten Regionalbanken relativ schwarz aussehen würde.

Für die Genossenschaftsbanken ist dabei das web2.0 und dessen Entwicklung von einer technischen zu einer sozialen Funktion ein Segen und eine Chance. Im Internet geht es nicht mehr länger nur um die beste Kondition. Es geht nicht nur um Image, Kostensenkung und Erlöse. Stattdessen spielt die Kundenbeziehung eine immer wichtigere Rolle. Und die Pflege einer nachhaltigen Kundenbeziehung ist sicherlich eine Stärke der Genossenschaftsbanken, die man nun auch über soziale Medien pflegen kann und muss.

Noch ist sicherlich nicht alles Gold was glänzt. Erhöhte Etats für Online Marketing Maßnahmen, mehr interne Kompetenzen und die hohe Bereitschaft Internet Kompetenzen aufzubauen reichen nicht aus. Erst wenn erkannt wird, dass die Filiale nur noch ein Kanal von vielen und nicht mehr länger der Wichtigste ist, auf den sich alle anderen Aktivitäten auszurichten haben, kann der richtige Wandel beginnen.

Lesen Sie hierzu auch im Artikel von Brett King „was der Erfolg der Beatles auf itunes mit den Banken zu tun hat“

Was man zum Beispiel tun müsste

Genossenschaftsbanken müssen schneller, mutiger,innovationsfreudiger werden, sie müssen ihre Traditionen überdenken und erneuern. Sie sollten Kulturen und Strukturen verjüngen. Sie benötigen gut qualifizierte Mitarbeiter, die keine Scheu vor modernen Technologien haben. Die jungen Mitarbeiter müssen eine Chance bekommen ihre Ideen einzubringen und auch umzusetzen. Dazu wird eine andere Unternehmens- und Arbeitskultur benötigt. Dabei muss aber der Spagat zwischen Tradition und Moderne geschafft werden. Die älteren Kunden dürfen nicht überfordert werden und müssen stattdessen von den jungen Kunden und Mitarbeitern mit in die Zukunft genommen werden. Das Internet ist angekommen, aber es wird mit großem Tempo weiter die veralteten Alltagspraxen zerstören.

Zum Schluss noch eine Bitte: Menschen die sich im Internet bewegen, sind nicht anders als andere Menschen. Sie erwarten deshalb dort genauso ernst genommen zu werden, wie zum Beispiel in der Filiale. Sie möchten seriös behandelt werden. Die Qualität der Leistung sollte gleich hoch oder sogar noch höher sein. Ein Online Gespräch ist ein Gespräch zwischen gleichberechtigten Partnern und keine Spielerei.

  • Bitte nutzt das soziale Internet behutsam
  • Macht euch Gedanken vor dem Start
  • Entwickelt eine nachhaltige Strategie und Vorgehensweise
  • Seit nicht wie die Lemminge und findet einen eigenen Weg
  • Beweist, dass Social Media zur Erreichung von Zielen führt

und lest doch gleich mal diesen Artikel über die wesentlichen Fragen des Marketings im Jahr 2011 von Ron Shevlin

Trotzdem kann die nächste Filiale ruhig in Facebook gebaut werden!

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Genossenschaftsbanken und Social Media « Banks on Social Media

    […] Art, die sich mit Banken in den Social Media beschäftigen.   Dabei ist mir der Beitrag „Endlich angekommen: das Internet bricht in die Filialbanken ein“ von einem von mir wegen seiner guten Beiträge sehr geschätzten Banken-Blogger in Auge […]

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