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Don´t be too evil

Das klingt doch eigentlich wie die perfekte Vision eines Unternehmens, welches wir in die Kategorie Social Business einordnen würden. Und in der Tat entspricht google vielen Kriterien eines „Social Businesses“. Offenbar ist es aber im Alltag gar nicht so einfach dieser Vision zu folgen. Je größer ein Unternehmen wird, desto eher scheint aus dem offenen und geliebten Disruptor ein selbstsüchtiger Gigant zu werden, der alles tut, um Konkurrenten abzuwehren.Die finden wir Böse

Die Finden Wir Böse

In den USA kämpfen die gut vernetzten Lobbyisten der Filmindustrie, gegen die Jungspunde aus der Internetbranche, um die alten Verhältnisse wieder herzustellen. Das Internet reagiert empört und reagiert mit machtvollen Protestaktionen. Das ganze nennt sich Sopa (Stop Online Piracy Act) in dessen weiterem Verlauf das ganze Internet schwarz und leer werden könnte. Zumindest temporär.

Wikipedia zum Stopf Online Privacy Act

Die nennen wir nützlich

Aber auch google ist nicht ohne Schuld bzw. verwendet die gleichen Methoden. Um das eigenen soziale Netzwerk zu stärken,  beschädigt das Vertrauen der Nutzer, indem man deren Inhalte ungefragt einfach in die öffentlichen Suchergebnisse pumpt und dabei noch das eigene soziale Netzwerk höher priorisiert als die Konkurrenz – also zum Beispiel twitter.

Kritischer Artikel zu googles neusten Entwicklungen der Suche

(Quelle Mediapost.com)

Die lieben wir, obwohl..

Facebook ist immer wieder in der Diskussion. Mal berechtigt, mal unberechtigt. Sehr häufig begleitet von übertriebenen Reaktionen durch Medien, Politik und den anderen bedrohten Unternehmen und Institutionen. Allerdings muss der werte Nutzer immer mal wieder genauer hinschauen, was denn mit seinen Daten eigentlich alles gemacht wird und ob die kostenlose Nutzung z.B.aufwiegt, wenn – wie aktuell geschehen – alle geposteten Beiträgen, die im politischen Wahlkampf verwendet werden können, d.h die einen direkten Bezug zum aktuellen Wahlkampf in den USA haben, direkt an die Reaktion des Newsportals Politico gesendet werden. Natürlich ohne den Nutzer zu fragen.

The social network is now mining public and private Facebook posts for data that Politico can use in its reporting. Anytime you reference Mitt Romney driving to Canada with the family dog strapped to the roof of his car (that means you, Gail Collins), Facebook will tabulate your feelings about it and send it over to Politico’s editorial desk.

Quelle: Mediapost.com

Artikel von npr.com der Licht in das Rätsel bringt

Wer nicht böse ist, der werfe…

Wem kann man also heute überhaupt noch vertrauen? Klar, das nennt mal wohl Vertrauenskrise und beinahe täglich erfährt und fühlt man, dass wir mitten drin sind. Wie war das noch mit dem Bundespräsidenten?  Und was war mit dem gesunkenen Kreuzfahrtschiff? Welche ökonomischen Prinzipien haben hier mehr als 20 Menschen das Leben gekostet? Orientiert sich Apple an Prinzipien der Nachhaltigkeit oder reicht es aus einfach nur cool und praktisch zu sein? Es reicht wohl aus. Geht Social Business überhaupt noch, wenn das Unternehmen wächst? Ist Wachstum deshalb vielleicht sogar ein Ziel, welches gar nicht zu Social Business passt, weil man dann den Spielregeln der Großen folgen  oder die eigenen Spielregeln auslegen muss. Oder weil man den Kontakt zu seinen Kunden verliert und mit jedem neuen Kunden die Befindlichkeit und Zufriedenheit eines einzelnen Kunden an Bedeutung verliert. Vielleicht hilft Social Media, die Verbindung zum Kunden nicht zu verlieren bzw. ermöglicht sogar den Kunden direkt einzubinden. Ist es aber wirklich Social Business, wenn mir ein Unternehmen nicht mehr die eigenen Lösungen sondern die Lösungen der anderen Kunden verkauft und dafür dann auch noch Geld nimmt. Wofür brauche ich eigentlich Unternehmen? Um Bedürfnisse zu befriedigen, die ich ohne die Unternehmen gar nicht hätte?

Um aber realistisch zu bleiben. Als Kunde werde ich – wenn ich z.B. keine Wurst mag* – niemals die 100 % Transparenz und Kompetenz haben, um letztendlich dass wirklich nachhaltige und schadlose Produkt auszuwählen. Zumal Nachhaltigkeit ja auch seinen Preis hat und das Geld schränkt unsere Spielräume ein.

* kleine Anspielung auf die Frage, ob die ING Diba Herrn Nowitzki Wurst essen lassen darf. Ich denke Sie darf. Unser Hund bestätigt dies gerne. Andere können auch anderer Meinung sein, aber ob man dafür die Facebook Seite einer Bank zumüllen muß? Social Business kann man auch auf die Spitze treiben. Ab morgen   gibt es wieder Beisspiele.

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

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