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5 Gründe warum Banken sonntags geöffnet sein sollten

1. Bankgeschäfte können mitunter sehr komplex sein und erfordern eine intensive Auseiandersetzung mit der Materie. Sonntags haben viele Menschen Zeit dafür.

2. Auch Bankmitarbeiter haben Sonntags mehr Zeit. Man könnte sich intensiver mit den Kunden beschäftigen und damit wieder besser beraten.

3. Andere Geschäfte haben geschlossen. Da Menschen am Sonntag gerne in Geschäfte gehen möchten, würden sie vielleicht wieder in die Bankfiliale kommen.

4. In speziellen Veranstaltungen könnten Banken sich darum bemühen Menschen Finanzthemen interessant und informativ nahe zu bringen. Sie würden darüber hinaus etwas dafür tun Menschen zusammen zu führen und sich auszutauschen. So manche Gemeinde könnte von mehr Zusammenhalt durch eine höhere Interaktionsdichte profitieren.

5. Weil das Internet rund um die Uhr geöffnet ist, muss die Filiale sich anpassen, wenn sie wirklich noch eine Zukunft haben soll.

Einen schönen Sonntag noch

Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • Frank Hamm

    6. Wenn ich am Sonntag einkaufe, dann will ich auch am Sonntag bezahlen und nicht bis Montag warten – bloß weil die Buchung und Wertstellung am Sonntag ausgesetzt ist. Denn dann muss ich unter Umständen warten, bis der Versand der Ware erfolgt.

  • Hansjörg Leichsenring

    Hallo Herr Janek

    fünf Gründe dagegen:

    1. Bankberatung ist keine Frage des Zeitmangels sondern eine Frage der Beratungsqualität.
    2. Schon heute bieten nahezu alle Banken Beratung auch außerhalb der Öffnungszeiten an. Die Nutzung ist höchst unterschiedlich.
    3. Die Menschen machen am Wochenende nur angenehme Dinge gerne, Banking gehört nicht dazu.
    4. Auch Bankmitarbeiter gehen am Wochenende lieber shoppen statt in die Bank.
    5. Die bisherigen Versuche mit Sonntagsöffnungen waren überwiegend ernüchternd und geben keinen Anlass, hier grundlegend eine Änderung vorzunehmen.

    Beste Grüße

    Hansjörg Leichsenring

    http://www.der-bank-blog.de/

    • electrouncle

      Hallo Herr Leichsenring,

      also doch keine Zukunft für die Filiale und damit wohl auch nicht für den Bankberater. Das Schicksal der Mittelsmänner verursacht durch das Internet

      • Hansjörg Leichsenring

        Aber natürlich hat die Filiale eine Zukunft, nur sehe ich diese nicht in verlängerten Öffnungszeiten, schon gar nicht am Sonntag. Die Mehrkosten überwiegen die Mehrerträge bei weitem.

        Die Zukunft der Filiale liegt unverändert im Angebot von qualitativ hochwertigem Service und erstklassiger Beratung. Dort gilt es zu investieren. Qualität vor Quantität.

        Beste Grüße

        Hansjörg Leichsenring

  • Mario Nefischer

    Hallo Hr. Janek,

    auch wenn ich sonst oft ihrer Meinung bin – hier muss ich ihnen widersprechen (oder war der Artikel ironisch gemeint?).

    5 Gründe warum Banken sonntags NICHT geöffnet sein sollten:
    1. Gerade am Sonntag wollen sich die Menschen nicht mit komplexen Finanzangelegenheiten herumschlagen, sondern Zeit mit der Familie verbringen.

    2. Warum haben Bankmitarbeiter sonntags mehr Zeit? Auch gerade diese Bankmitarbeiter wollen sich am Wochenende ihren Familien widmen.

    3. Also dass die Kunden – weil andere Geschäfte am Sonntag geschlossen haben – gerade deshalb in die Bank kommen möchten, halte ich doch etwas weit hergeholt.

    4. Welche „spezielle Veranstaltungen“ meinen Sie? Blicken wir der traurigen Wahrheit ins Auge: ein Vortrag über Veranlagungsmöglichkeiten hat nichts auf einem Gemeindefest zu suchen.

    5. Nur weil „das Internet“ rund um die Uhr offen hat, muss das nicht auch für die Bankfiliale gelten. Web-Services sind ein zusätzlicher Kommunikationskanal und können das persönliche Beratungsgespräch daher ergänzen. Das heißt aber nicht, dass die persönliche Anwesenheit 7 Tage die Woche erforderlich ist.

    Warum ich so ausführlich auf diesen Artikel reagiere? Weil ich die Experimente von Wochenend-Öffnungszeiten in (österreichischen) Banken kenne und die Ergebnisse bisher ausnahmslos ernüchternd waren. Selbst am Samstag werden Angebote kaum angenommen oder zumindest in so einem geringen Ausmaß, dass sich der Ressourceneinsatz nicht lohnt.

    • electrouncle

      Hallo Herr Nefischer,

      Ich weiss gar nicht so recht, ob der Artikel ironisch sein sollte. Ich antworte mal mit einem eindeutigen Jein und versuche zu erklären, warum ich den Artikel geschrieben habe. Ich sehe in sonntäglichen Öffnungszeiten nicht die Rettung der Branche. Dachte aber, dass der Sonntag grundsätzlich eine Chance bietet, sich sowohl als Kunde als auch als Bank, anders dem Thema Banking zu nähern. Meine These ist ohnehin, dass Bankfilialen ganz anders gedacht werden müssen, demnächst gibt es hierzu einen längeren Artikel. Sonntags geöffnete Banken werden ganz andere Banken sein und sind deshalb auch nicht auf der Grundlage vorhandener Modelle oder auch der Basis von Pilotversuchen zu bewerten, denn wer würde sich am Sonntag in einer typischen Bankfiliale freiwillig aufhalten wollen.

      Hier noch eine – nicht immer ganz ernst gemeinte- Antwort auf Ihre Gegenthesen:

      5 Gründe warum Banken sonntags NICHT geöffnet sein sollten:
      1. Gerade am Sonntag wollen sich die Menschen nicht mit komplexen Finanzangelegenheiten herumschlagen, sondern Zeit mit der Familie verbringen.

      Wer hat denn heute noch eine Familie und kümmert sich auch noch um Diese. Ausserdem ist der Sonntag doch lang genug. Wobei Finanzthemen wirklich noch viel zu komplex sind. Und das Problem könnte man am Sonntag doch gemeinsam lösen. Crowdsourcing geht doch auch ohne Internet.

      2. Warum haben Bankmitarbeiter sonntags mehr Zeit? Auch gerade diese Bankmitarbeiter wollen sich am Wochenende ihren Familien widmen.

      Stimmt. Aber die Bankmitarbeiter, die arbeiten könnten sich auf die Filialbesucher konzentrieren. Ausserdem ist das Berufliche vom Privaten ja kaum mehr zu trennen. Dann kommt die Familie eben mit.

      3. Also dass die Kunden – weil andere Geschäfte am Sonntag geschlossen haben – gerade deshalb in die Bank kommen möchten, halte ich doch etwas weit hergeholt.

      Na, irgendwie muss man die Filialen ja wieder mit Menschen füllen. Aber wie schon gesagt, sicherlich nicht die aktuellen Filialeno

      4. Welche „spezielle Veranstaltungen“ meinen Sie? Blicken wir der traurigen Wahrheit ins Auge: ein Vortrag über Veranlagungsmöglichkeiten hat nichts auf einem Gemeindefest zu suchen.

      Ne, hier meine ich ganz andere Veranstaltungen z.B. den Versuch die Fidorbank These: Banking soll Spass machen auf die Filiale zu übertragen. Und die Veranstaltungen müssen noch nicht einmal was mit Banking zu tun haben. Ich könnte mir auch das Modell Speakers Corner in der Bank vorstellen und richtige Diskussionen, transparent, authentisch und spannend

      5. Nur weil „das Internet“ rund um die Uhr offen hat, muss das nicht auch für die Bankfiliale gelten. Web-Services sind ein zusätzlicher Kommunikationskanal und können das persönliche Beratungsgespräch daher ergänzen. Das heißt aber nicht, dass die persönliche Anwesenheit 7 Tage die Woche erforderlich ist.

      Nun ja. Das Internet ist schon lange mehr als ein Kommunikationskanal. Das Potential die Bank und auch den Bankberater überflüssig zu machen hat es schon lange. Es gibt bereits Menschen, die weder Bank noch Berater brauchen. Und das ein Bankkunde in einer langfrist Betrachtung mit einem Berater immer besser als ohne Berater fährt, müsste auch erst mal bewiesen werden. Wäre allerdings ein spannendes Projekt. Die Finanzkrise ist ja auch nicht einfach vom Himmel gefallen.

      Warum ich so ausführlich auf diesen Artikel reagiere? Weil ich die Experimente von Wochenend-Öffnungszeiten in (österreichischen) Banken kenne und die Ergebnisse bisher ausnahmslos ernüchternd waren. Selbst am Samstag werden Angebote kaum angenommen oder zumindest in so einem geringen Ausmaß, dass sich der Ressourceneinsatz nicht lohnt.

      Die Probleme sind dann wohl doch sehr komplex. Was hilft? Wir kratzen einfach noch immer viel zu sehr an der Oberfläche. Es gibt eben grosse und kleine Veränderungen. Und solche will ich hier immer mal wieder zur Diskussion stellen. Danke, dass Sie diese Gelegenheit genutzt haben

  • Ratzinger

    Gottloser,
    ich werde am nächsten Sonntag für Ihre Seele beten.

    J.R.

    • electrouncle

      Hallo,

      auch wenn ich diesen Kommentar eher als Spam betrachte musste ich ihn
      einfach freischalten. Endlich betet man mal für mich. Jetzt fehlt nur noch ein Kommentar vom DFB. 🙂

  • Majonek

    Wenn ich Sonntag in der Filiale Lounge Musik hören kann und ein paar Drinks bekomme (können auch non alk. Fruchtsaftkombinationen sein) während ich mir „Finance Lifestlye Magazine“ anschaue und die „gewagte“ Innenarchitektur bewundere, dann bin ich auch gänzlich offen an diesem Tag Beratungen in Anspruch zu nehmen und mich mit meiner finanziellen (Finanz)-Zukunft auseinanderzusetzen. Nur doof, dass genau in diesem Ambiente der Beratungsansatz der „Angstmache“ im Zusammenhang mit Absicherung schwer Wirkung zeigen kann.

    Beratungsqualität? Die muss erstens irgendwo herkommen und zweitens irgendwo ankommen …

    Schönen Montag Abend 🙂

  • Anonymous

    Also ich wäre zufrieden, wenn die Banken Sonntags Online-Überweisungen auch bankübergreifend ausführen würden. Bankintern haut das bereits hin.

    Die Menschen, die dort arbeiten, sollten aber meiner Meinung nach Sonntags ihr Wochenende genießen dürfen. Unter der Woche dagegen wäre es schon gut, wenn die Banken ihre Öffnungszeiten ausweiten würden, das gilt auch für Behörden. Ich hatte in meiner Schulzeit mal den Fall, da musste ich mit einer Behörde telephonisch etwas klären. Das ging aber nicht, weil ich immer dann, wenn die Behörde Zeit hatte, in der Schule saß. So als hätten die ihre GEschäftszeiten gezielt so gelegt, um mich zu ärgern. Dazu kam noch, dass die Telephonanlage dort die Geschäftszeiten gnadenloß durchgesetzt hat und Anrufe außerhalb der Geschäftszeiten an eine Zentrale weitergeleitet hat, die immer nur gesagt hat „Sorry, da kann ich Ihnen nicht helfen, da müssen Sie während der Geschäftszeiten wieder anrufen“

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