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14 Wünsche für das 8. genobarcamp

Nach  der  7. genossenschaftliche Unkonferenz

Unkonferenzen sind keine neue Erfindung. Es gibt sie schon lange.  Man erkennt sie an der fehlenden Organisation. Wobei dies nicht ganz richtig ist, denn einerseits auch fehlende Organisation eine organisatorische Entscheidung und anderseits muss in Deutschland alles irgendwie organisiert oder angemeldet werden. Selbst bei Revolutionen würde der deutsche Bürger zur Sicherheit wohl erst einmal nach einer Genehmigung fragen. Er wurde hierfür gut konditioniert.

Die erste Unkonferenz soll 1998 in Seattle stattgefunden haben. Heute handelt es sich um ein globales Phänomen, welches auch von traditionellen Unternehmen adaptiert wurde und vor allem immer dann Anwendung findet, wenn man Mitarbeiter und/oder Kunden und Stakeholder auf Innovation und Veränderung einstellen möchte. Ich kenne nun allerdings nicht viele Banken, die Unkonferenzen durchführen. Deshalb kann ich mit etwas Stolz konstatieren, dass vor etwa zwei Wochen das inzwischen siebte barcamp  (genobarcamp) der genossenschaftlichen Bankengruppe stattgefunden hat. Als Organisator hatte sich die Volksbank Gronau Ahaus zur Verfügung gestellt, der ich an dieser Stelle noch mal danken möchte. Ihr habt Eure Sache gut gemacht.

Nun schaue ich aber nach vorn und da bald Weihnachten ist, habe ich 14 Wünsche für das achte genossenschaftliche barcamp bei der GLS Bank in Bochum.

  1.  Das achte genossenschaftliche barcamp soll wieder eine echte Unkonferenz werden
  2. Alle  Teilnehmer müssen  eigene Beiträge und Impulse  mitbringen. Themen für die sie brennen und Ideen mit denen sie etwas bewegen können
  3. Dabei wünsche ich mir mehr Unfertiges, das erst in der gemeinsamen Arbeit Form gewinnt
  4. Mehr Zusammenkünfte in einer großen Runde, weniger kleine Foren und Sessions
  5. Mehr Gespräche, mehr Offenheit, mehr Kritik
  6. Konkrete Ergebnisse, die uns auch über die Veranstaltung hinaus beschäftigen und aus denen  heraus Veränderungen entstehen
  7. Die Ergebnisse jeder Session sollten festgehalten werden. Am besten als Zeichnung oder sogar als Comic.
  8. Wir brauchen definitiv mehr Vorstände und Führungskräfte als Teilnehmer
  9. Wir brauchen Störungen, womöglich von extern
  10. Menschen, die in der Facebook Gruppe mutig mit eigenen Meinungen unterwegs sind und mit Kritik nicht geizen, sollten den  Mut zur Teilnahme aufbringen. Denn wie gesagt, wir brauchen Störungen
  11. Ich finde die einzelnen Sessions  zu lang. Natürlich ist die Länge auch der überschaubaren Zahl an Beiträgen geschuldet. Aber wir sollten mehr kürzere, intensivere, noch spontanere Sessions machen. Wir brauchen mehr Kreativität.
  12. Wir brauchen mehr originelle und weitblickende Beiträge wie die von Frank Kleinert, der in jedem genobarcamp für die außergewöhnlicheren und menschlicheren Fragestellungen steht.
  13. Auch andere Banken sollten mal begeistert über erfolgreiche Projekte sprechen können. Nicht immer nur Bühl
  14. Die Teilnehmer sollen sich nicht nur wohlfühlen. Sie sollen vollgepumpt mit Schumpeterscher Energie raus in die kleine Genowelt gehen und einen Virus verbreiten, der uns gemeinsam nach vorne bringt.

Das alles und noch viel mehr wünschte ich mir, nicht nur wenn ich König von Deutschland wäre. Natürlich könnten diese Wünsche auch von der ein oder anderen Bank oder Bankengruppe erfüllt werden, die vielleicht noch nicht mal ein barcamp haben. Ich muss dann auch nicht dabei sein.

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Boris Janek

AUTHOR - Boris Janek

  • André M. Bajorat

    wann darf ich mal teilnehmen?

  • Walter Wiegandt

    Störung erwünscht – muss nicht unbedingt sein, aber „stören“ würde ich da schon mal gerne…

    • electrouncle

      hallo,

      das

    • electrouncle

      Hallo,

      das nächste barcamp wird von der GLS Bank organisiert. Ansprechpartner ist Johannes Korten. Allerdings handelt es sich ja um Wünsche, über die jetzt erst mal diskutiert werden muss. Ich freue mich aber über das Interesse.

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